Den Stock ziehen

Ja eigentlich wollte ich diesen Artikel „Die Rosette entspannen“ nennen – doch konnte ich mich doch noch nicht dazu durch ringen. Dauer finde ich den jetzigen Titel auch ganz passend, weißt er doch in die mir entscheidende Richtung.
Ich glaube, unsere Ausscheidung ist ein ganz wesentliches Thema und hat mit allem in unserem Leben zu tun.

Wie oft gibt es doch auch hier Anspielungen in unserer Umgangssprache? „Mach mal hin…“, „Zieh den Stock aus dem Ar…!“ und aus dem selbigen heraus kommen, sollen wir dann auch. Andererseits die Backen zusammen kneifen, um etwas Haariges durchzustehen und nicht auszusitzen.

Tatsächlich ist es ja so, dass wenn wir in einer Situation Angst haben, dann braucht der Körper all seine Kraft für zwei Reaktionen: Kampf oder Flucht. Das ist wohl noch aus den menschlichen Anfängen so übrig geblieben. Da sollte keine Energie für Verdauung übrig bleiben, weshalb man sich dann „in die Hose macht“ oder eben ein „Schisser“ ist, weil es den berühmten „Angstschiss“ eben wirklich gibt. Reizdarm ist wohl auch, wenn der Durchfall in Stressaituationen kommt. Also Entleerung des Darms, um Energie und Kraft zu sparen für saß schnelle Rennen oder den mächtigen Kampf. Kampf-Flucht-Reaktion heißt das ganze wohl bei den Psychologen. Dabei läuft dies automatisch ab und wir Menschen haben in dem Sinne ganz keinen (spontanen)  willentlich Zugriff auf unser Verhalten in solchen Momenten.

So weit, so gut.

Um also unter Stress, in Angst Situationen und ähnlichem, nicht in die Hose zu „ballern“, ist es hilfreich, den Anus anzuspannen, zusammen zu kneifen. Das kann verheerende Folgen im Dauerzustand haben und gleichzeitig auch ein ganz einfaches Mittel zum überprüfen unseres jetzigen Zustandes sein.

Ein zusammen gekniffener After, blockiert in uns wesentliche Energieströme. Wir sind wie abgeschnitten, nicht mehr im Fluss. Und es kann Schule machen. Oft kneifen wir auch andere Punkte ähnlich zusammen und verschließen sie vor der Welt: das Herz, den Hals, den Bauch, die Stirn.

Überall zusammen gekniffene Rosetten, statt blühender Lotusblumen, voller Saft und Kraft angebunden an den Strom des Lebens.

Ja sogar das Zähneknirschen, die berühmte Verbissenheit kann mit daher rühren.

Entspannen wir uns im Schritt passieren wundervolle Veränderungen: wir sind direkt entspannter, weicher, flexibler. Wir sind ohne Angst  haben mehr Mut und Vertrauen. Spüren die Energie wieder in uns fließen und sie auch mehr zur Verfügung haben.

Also mein Tipp und meine Bitte an dich: schau doch einfach mehrmals am Tag nach, wie du dich fühlst. Schultern und Hintern. Sind Sie angespannt? Hast du den Kopf eingezogen? Hast du den Hintern zusammen gekniffen? Malmst du mit den Zähnen?

Lass bewusst locker. Schau auch nach Bauch, Brust und Hals, sowie Stirn und deinem Kopf. Lass alles, was sich zusammen gezogen anfühlt, bewusst los und schau, was sich verändert.

Wenn du Lust hast, schreib hier gerne, wie deine Erfahrungen sind. Ich bin neugierig auf deine Kommentare.

Lieben Dank.

Dein Sebastian

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