Unsere Wachstumsbeziehung – Grundlage 2: Die Ebenbürtigkeit

In diesem Video berichten wir beide, Katharina und ich, davon, was Ebenbürtigkeit für uns in der Beziehung ist und welche Erfahrungen wir mit ihr gemacht haben.

Ich merke, dass ich im Grunde nicht genug von der Ebenbürtigkeit in einer Beziehung schreiben kann, um auch selbst mehr und mehr in diese hinein zu kommen. Ebenbürtigkeit ist so ein Phänomen, dass wenn die beiden Partner auf Augenhöhe sind, also gleich auf sind, noch gesteigert werden kann. Wir können noch ebenbürtiger werden, noch gleicher auf von du zu du. Im Grunde gibt es in der Sprache dafür nicht wirklich einen Ausdruck.

Ich greife jedoch vielleicht vor. Die Ebenbürtigkeit, um die es in der Beziehung geht, stellt sicher, dass wir uns tatsächlich als Partner begegnen können. Sie hilft uns, Machtkämpfe zu verkürzen bzw. sie überhaupt überflüssig zu machen. Auf alle Fälle wird die Anzahl der Rangeleien um den eigenen Standpunkt und die eigene Position deutlich abgekürzt.

Partner, wie sich auf Augenhöhe begegnen sind wirkliche Partner. Dadurch wird erst eine erwachsene Beziehung überhaupt möglich. Geprägt von der ersten Liebesbeziehung in unserem Leben überhaupt, der zur Mutter, kennen wir in Liebesbeziehungen das Gefühl, von einer kleinen, ohnmächtigen Position heraus zu handeln und zu lieben. Oder aber, wir haben dies mit all unseren Fähigkeiten umgedreht und haben mit der Zeit gelernt, den Spieß umzudrehen und sind dann in einer scheinbar überlegenen Position. Auch das ein Gefühl, eine Haltung, die uns vertraut ist und die einzunehmen uns leicht fällt.

Sei es, wie es ist – beide Situationen haben mit einem Gefälle zu tun und damit kann es keine wirkliche Begegnung geben. Sind Bedürftigkeit oder Überlegenheit mit im Spiel, in dem Sinne, das aus diesen Antrieben gehandelt wird und der Partner zu Handlungen bewegt werden soll, die er so nicht machen würde, wird unsere jeweilige Position noch verstärkt. Glück fühlt sich in solchen Atmosphären nicht wohl. (Bitte nicht verwechseln, mit Situationen, in denen es uns nicht gut geht und wir dies mit dem Partner erörtern und schauen, wie können wir gemeinsam weiter gehen – es ist normal, auch bedürftig zu sein, es liegt in unserer menschlichen Natur – dann eine Schulter zum Anlehnen zu haben, sich ausweinen zu können, ist Balsam für die Seele. Es geht hier nicht um den einsamen Wolf. Ganz im Gegenteil. Es geht darum Bedürftigkeit als Masche und Manipulationsinstrument zu misbrauchen.)

Auch Nähe kann dann nicht wirklich Einzug halten. Wir schieben dann den Partner eher noch weg, obwohl wir ihn doch ranzerren wollen.Und unsere große Sehnsucht, aus der heraus wir in solchen Momenten handeln bleibt unerfüllt. Statt nun hier ein totes Pferd zu reiten und nach dem Motto „Mehr davon!“ zu handeln, können wir auch unsre Motivation hinterfragen, schauen, warum handeln wir so, wie wir handeln und eine Abkürzung nehmen, um tatsächlich das Ziel zu erreichen, um was es uns geht: eine erfüllte Partnerschaft zu leben.

Diese Abkürzung, ist die Ebenbürtigkeit, die wir liebevoll annehmen dürfen und zu der wir uns auch verpflichten wollen. Manche schreiben auch von der Gleichwürdigkeit oder einer Gleichwertigkeit (wobei ich persönlich dies nicht als ganz so geeignet betrachte). Und diese Ebenbürtigkeit, hilft nicht nur in Paarbeziehungen. Sie ist ebenso hilfreich in den Beziehungen zu Kindern und zu anderen Familienmitgliedern. Raus aus dem Gefälle – das bringt oft nur Probleme mit sich – rein in die Ebenbürtigkeit.

Fühl sie! Sie ist ein machtvolles Instrument, deine Beziehung auf eine Ebene zu bringen, von der du bisher nur geträumt hast.

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