Der Absturz kommt gewiß?

Muss das denn wirklich so sein? Ich behaupte: nein. Auch wenn ich gerade nicht das lebende Beispiel für meine (gewagte?) Behauptung bin. Tatsächlich bin ich im Augenblick so tief drinne, dass ich bei der kleinsten Gelegenheit explodieren und an die Decke gehen will.

Wie komme ich dann dazu, einfach zu sagen, dass es einen Absturz eben doch nicht zwangsläufig geben muss?
Weil es meine eigene Entscheidung ist. Wie ich oben schrieb: ich will an die Decke gehen.
Komisch, oder?

Aber tatsächlich ist es eben genau das: wir haben eine Entscheidung in uns getroffen, die uns abstürzen lässt. Es ist ein Glaubenssatz. Wird uns das bewusst, können wir etwas ändern. Doch warum treffen wir solch eine (unbewusste) Entscheidung, die sich ja nicht gut anfühlt und die wir bewusst nicht treffen wöllten? Aus Angst vor der eigenen Größe, weil wir jemandem (den Eltern, Gott, dem Paartner) etwas beweisen wollen – also recht haben möchten, oder weil wir es einfach so gewohnt sind. Das ist normal, vertraut und damit ok. Alles andere bringt uns aus dem Bekannten heraus und das ist gruselig. Oder?

Immer wieder merke ich, wie ich mich in dieser Welt so richtig wohl fühle. Es ist aber nicht nur: hach, ein geiler Tag. Nein, es geht irgendwie tiefer. Es ist, als erinnere ich mich wieder an die Quelle, an die andere Seite, wie ich gerne sage. Bei einer Meditation gab es den zentralen Gedanken: Ich bin mein tiefster Wunsch. Und das berührte etwas so tief in mir: ja, genau. Ich bin mein tiefster Wunsch. Aus dem Baukasten für Menschen habe ich nicht gegeizt. Ich habe lauter schöne Sachen genommen und mir gewünscht, genau so, wie ich bin, hier auf dieser Welt zu erscheinen. Ich hatte voll Lust, all diese tollen Fähigkeiten auszuprobieren. Ich wollte Liebe in die Welt tragen und alle Menschen beschenken.

Doch dann? Dann habe ich mich entschieden, es anders zu machen – etwas was mein inneres nicht freudig unterstützt.Ich verweigerte mich der Welt, denn sie schien es nicht zu verdienen. Schmerz und Leid wurde mir zugefügt, statt Freude und Liebe. Also im Grunde wollte ich etwas. Da es das nicht gab, entschloss ich mich, meine Gaben auch nicht zu geben und sie lieber für mich zu behalten.

So ein Mist. Also verständlich und Empathie kann ich mir da auch voll entgegen bringen. Doch ist es auch voll traurig. Und eben irgendwie nicht wirklich meins. Na klar, alles meins. Aber nicht das, weshalb ich hier bin. Und daher: Fokus. Und zwar ausgerichtet auf das, was ich wirklich will, wehalb ich hier bin. Und weg von dem, was mich runter zieht und traurig stimmt und zu blockieren scheint. Es ist meine Wahl. Meine Entscheidung. Und diese treffe ich allein. In jeder Sekunde, die ich auf diesem herrlichen Planeten weilen darf.

Und ich kann dir sagen: es geht leichter mit der Erinnerung daran, was wir wirklich sind. Diese ist in uns. Es ist eine Rückbesinnung.

In Liebe.

Sebastian

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