die liebe hereinlassen

dieser artikel ist inspiriert durch einen kommentar zu einem meiner artikel.
es geht um das spannende thema beziehung und (scheinbare) gegensätze. ich bevorzuge es inzwischen von ergänzung zu sprechen. das möchte ich kurz erklären.

zwei menschen die in einer beziehung sind, stellen mit ihrer beider meinung/ihren gefühlen zu einem bestimmten thema ein ganzes dar. um so weiter voneinander entfernt sie scheinen, umso mehr energie steckt in diesem thema, also auch größe und um so mehr potential hat es, die beziehung, den gemeinsamen weg in größere kraft, liebe, freude und schönheit zu bringen. wenn, ja, natürlich gibt es ein wenn. wenn man dieses thema annimmt. sich ihm widmet. ja dazu sagt. zu beiden seiten. zu der eigenen und auch genauso zu der scheinbar gegensätzlichen des partners. (gemeint ist trotz der „männlichen“ schreibweise sowohl partner als auch partnerin)
es auch als sein eigenes annimmt.

ich erkläre das an einem beispiel:
nehmen wir ein paar in einer liebesbeziehung. der eine findet den anderen immer wieder negativ. der scheint immer was zu meckern zu haben. mit nichts ist er richtig zufrieden. man selbst sieht immer das positive und schaut, was die dinge die im eigenen leben passieren gutes haben und sieht sich als optimistischen menschen.
beide seiten als seine eigenen annehmen kann hier zum beispiel heißen, auf die eigenen gedanken zu achten. wo sind die punkte wo ich selbst mal etwas negatives denke oder sage? was geht für mich gar nicht? oder bin ich immer positiv und optimistisch weil ich nicht negativ sein will? also aus einem widerstand heraus?
denn das ist ein wesentlicher unterschied. ob ich innerlich frei bin oder etwas nicht will und deswegen etwas anderes tue/sage/denke. dabei nämlich fließt die energie immer noch hauptsächlich dem zu, was ich ablehne. denn die innere ausrichtung ist immer noch darauf bezogen.
nun also. finde ich mich positiv und optimistisch und meinen partner negativ und pessimistisch, kann ich davon ausgehen, daß ich es genauso wie er bin. vielleicht bei anderen themen. vielleicht mehr im denken und er mehr im tun. irgendwo aber ist es zu finden. es als das eigene annehmen heißt, ganz zum partner ja zu sagen. die projektion vom partner zu trennen und in sich selbst zu schauen. und es auch dort nicht abzulehnen sondern, und das ist DAS WICHTIGE fühlend anzunehmen.
es geht dabei immer ums fühlen. fühlen in diesem sinne heißt wahrnehmen ohne zu werten. wenn ich dabei werte, dann auch das annehmen. immer mehr das „ja“ fühlen. ganz ja sagen zu dem leben daß ich mir erschaffen habe.

ein sehr gutes buch dazu ist, finde ich: rüdiger schache, „das geheimnis meines spiegelpartners“. er hat einige beispiele dabei, die das ganze sehr gut veranschaulichen.

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also, immer wieder schauen, was hat das was mir passiert oder was ich in meinem leben sehe, mit mir zu tun. ich persönlich glaube, diesen weg zu gehen hat mit einer inneren entscheidung zu tun. sich aufzumachen. denn es ist ein weg. keine einmalige sache und danach kann ich dem anderen sein anders sein wieder vorwerfen. nein. ein weg.

ich hatte mal eine karte auf der stand: ein weg entsteht wenn man ihn geht.

so ist es. und auch auf diesem weg kann man stolpern, gefrustet sein. denken das stimmt doch alles nicht und so weiter…

sebastian und ich kennen das sooo gut. wir haben uns für diesen weg entschieden und haben gelernt, daß immer noch neue herausforderungen kommen, bisher jedenfalls. und daß dann die nächste stufe kommt und es geht noch mal tiefer. gerade auch, wenn man schon viel geschichte hat. viel schmerz erlebt hat zum beispiel. wir sind beide menschen denen zum beispiel von therapeuten gesagt wurde wir seien sehr komplex traumatisiert. daß manchmal abgelehnt wurde an einem thema zu arbeiten, da ja soviel bei uns jeweils an themen sein würde. und dann eine partnerschaft? ja. auch wenn wir jeder für sich manchmal dachten wir seien vielleicht nicht beziehungsfähig.
ich glaube daran, daß das alles heilen kann. innige verbindung und sich ganz angenommen zu fühlen sind möglich und wir erleben immer wieder, wie sich wahre nähe anfühlt und dieses gefühl, auch wenn es gerade noch nicht permanent da ist, ist das alles wert. es ist großartig!

hier noch ein paar tips zu büchern die für liebevolle und echte beziehung und partnerschaft hilfreich sein können:

für uns in unserer beziehung ist eine sehr große inspiration der autor chuck spezzano. er hat etliche bücher geschrieben in denen er, wie ich finde, sehr gut beschreibt, wie man mit themen, mit konflikten etc umgehen kann. er sagt zum beispiel, wenn dein partner sehr eifersüchtig ist und du selbst kaum oder gar nicht, dann nimm euer beider eifersucht zusammen und du weißt wie sehr du es selbst in dir bist. daß du es nicht fühlst oder es sich bei dir nicht sichtbar zeigt, heißt nicht, daß du es nicht bist. wir können themen auch verstecken. sogar vor uns selbst.

chuck spezzano spricht auch viel von der ebenbürtigkeit. sich auf augenhöhe zu begegnen und vor allem, immer wieder ja zu sagen. jeden tag. sich immer wieder der beziehung zu verpflichten und ihrem gelingen. und ihm geht es um wirkliche beziehung. wirkliche partnerschaft.

in einem seiner bücher schreibt er auch von seiner eigenen geschichte und er hat früher ständig die beziehung gewechselt. nun ist er schon einige jahrzehnte mit seiner frau zusammen. besonders empfehlen kann ich sein buch „tiger woman“ starke frauen in der partnerschaft. ich finde aber bisher alles sehr inspirierend von ihm.

es gibt auch andere bücher die mir im laufe meines lebens neue blickwinkel auf partnerschaft und auch mich selbst geöffnet haben. eines das ich auch sehr schätze ist von ariel und shya kane. „das geheimnis wundervoller beziehungen durch unmittelbare transformation“. einige kernsätze sind gut bei mir haften geblieben und haben mir in meiner aktuellen partnerschaft schon sehr geholfen.

zum beispiel, zu einer situation die einem gerade nicht gefällt, aber da ist oder zu etwas das nun gerade getan werden muß, worauf man aber keine lust hat (zum beispiel abwaschen) innerlich ja zu sagen. zu sich selbst zu sagen: und das ist was ich will.

nicht um sich selbst zu ärgern, sondern auf der basis, daß das, was ich in meinem leben habe, von mir erschaffen ist und allein in meiner verantwortung liegt.
auch schreiben sie davon, wenn man sich nicht sicher ist, ob man seine beziehung/partnerschaft weiter will oder ob der partner der richtige ist, sich nicht zurückzuziehen, wie vielleicht die tendenz ist, sondern sich voll einzubringen.
ich kenne das so gut. manchmal kam das gefühl, ich muß mich erstmal zurückziehen und mich hinsetzen und mal reinfühlen, ob das hier das ist was ich will und mir mal alles in ruhe anschauen was mit dieser beziehung zu tun hat. nur dadurch merke ich nicht wie es wirklich für mich im inneren ist. ich erlebe es nicht sondern es entsteht ein bild, eine vorstellung durch meine gedanken und das was bisher geschehen ist, aber schon vergangenheit. wenn ich mich voll einbringe und engagiere, dann erst bekomme ich ein realistisches bild und bin wirklich dabei.

und nun noch ein buch das ich auch sehr schätze. „die wahrheit beginnt zu zweit“ von michael lukas  moeller. darin beschreibt der autor wie zwiegespräche funktionieren.
und auch bei diesem buch gibt es einige aussagen die mir gut im gedächtnis sind und mir oft einfallen. eine ist auch, daß m. moeller sagt, jeder hat immer 100 % verantwortung für das was in einer beziehung geschieht. also beide partner. es kann nur da sein, weil beide es gemeinsam kreieren bzw wollen.
eine andere für mich wichtige aussage in diesem buch ist: ich bin nicht du und weiß dich nicht.
dabei geht es darum, daß eben die zwiegspräche dazu da sind, sich für den anderen einfühlbar und sichtbar zu machen. denn nur jeder selbst weiß was er denkt. davon können wir uns erzählen und uns so erleben.

soviel dazu heute. ganz liebe herzensgrüsse  von mir.

ich freue mich, wenn du einen kommentar hinterlässt oder den artikel auch teilst wenn er dir gefällt. einen wunderschönen tag wünsche ich dir.

deine katharina

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