Unsere Gedanken formen unsere Welt

Gestern verabschiedete ich mich von meinen Eltern und wollte ihnen Zuversicht zusprechen: „Es kann alles nur besser werden!“
Schon auf dem Weg zum Auto kam ein kleiner leiser Zweifel in mir auf, eine Angst: „Na, stimmt denn das?“
Vermeintlich selbstsicher wischte ich die Zweifel beiseite: „Na, was kann jetzt noch schlimmeres kommen?“ (Im Grunde ermutigte ich sie, mir genau das zu zeigen ;-))

Als ich aus dem Dorf fuhr, ZACK! BLITZ! – ein Foto der Freunde von der Polizei, das mich so ca. 25,- EUR kosten wird. Die blitzten mich an einer Stelle, die echt reine Abzocke ist – jedoch haben sie das Recht auf ihrer Seite. Dort sind 30 km/h erlaubt und ich war schneller. Dabei stehen sie gerne in einer kleinen Ausbuchtung an der Straße. Man kann die Straße einsehen – kein Gegenverkehr, also Stoff! Ach, da steht ein Auto? brems! BLITZ! Kann man es sehen, wie man will – ich war schneller, als dort erlaubt. Nur das zählt. Also habe ich zu zahlen.

Trotzdem tobte in mir ein Chaos der Gefühle. Nicht nur, dass ich mich wie ein kleiner Junge fühlte, der beim Naschen erwischt wurde, oder bei was auch immer ich gerne ausfraß, und die Ungerechtigkeit über die Situation und das mir von dem wenigen, was ich monatlich zur Verfügung habe, jetzt auch noch was „weggenommen“ werden soll, also volle Kanne rein in den Mangel, und in das Opfersein (so fühlte ich mich direkt) – auch noch rein in den gerechten Zorn. So, da haste.

Um der Polizei eins auf die Mütze zu geben, denen die Reifen zu zerstechen oder zumindest ein Warnschild vor der Kurve aufzustellen („Bitte recht freundlich, gleich werden Sie geblitzt!“) fehlt mir irgendwas. Also lege ich mich lieber mit dem lieben Gott an und finde es ganz schön miserabel, wie er mir hier eine Lektion nach der anderen auftischt.

Tatsächlich waren meine Gedanken im Zorn, dass ich nicht gewarnt worden sei (dabei fragte etwas in mir mich am 30ger Schild, ob es nicht sinnvoll sei, heute diese mal einzuhalten… Intuition? die ich ignorierte) und dass so etwas blödes jetzt nicht wirklich wieder gut zu machen sei: „Oder wie willste das jetzt wieder anstellen?“ So meine Gedanken.

Zu Hause dann schaute ich noch in die E-Mails und fand am späten Abend, meine Wut und der Zorn und das Opferdasein waren wieder verraucht, eine E-Mail meines Stromanbieters mit der Jahresabrechnung: 190,- EUR kriege ich von meinen Vorauszahlungen wieder. Welch ein unerwarteter Segen.
Und das war eben auch die Antwort auf meine Frage: „So!“
😉

piggy-bank-1189875_960_720

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s