wir alle …

wir alle sind von einer frau geboren,

wir alle waren mal babies…

das sind gedanken, die ich immer wieder habe während unsere tochter wächst und gedeiht. 7 monate und ein paar tage ist sie schon geboren. jeder tag so reich an erlebtem, an eindrücken. ich stelle es mir sehr intensiv vor. manchmal sehe ich menschen, eine alte gebückte frau, einen älteren mann der mit kindern scheinbar nichts anfangen kann, verkäuferinnen, beamte  … und denke dabei: jeder mensch auf dieser erde ist in einer frau gewachsen. ist geboren worden, ob natürlich oder durch eine op. jeder einzelne mensch.

jeder hat diese zeit erlebt, das kennenlernen der welt, so wie sie um sie oder ihn herum eben gerade war. und jeder macht seine erfahrungen, wird geprägt, wächst heran und sieht dann unsere welt durch seine „brille „.

jetzt wo ich es selbst erlebt habe schwanger zu sein, zu gebären und nun dieses kind kennen zu lernen und zu erleben wird mir dies erst richtig bewusst.

welch intensives gefühl. ich kann es manchmal kaum fassen. wir alle, alle, alle waren mal so klein? und so abhängig? so lange? wir alle haben viel erlebt und ich glaube so wie ich es jetzt erlebe, dass ganz viel vielleicht fast alles, was wir später glauben, vertreten, wollen, nicht wollen, uns wünschen etc im ersten jahr entschieden wird.

 durch die erfahrungen die wir machen. und wie unterschiedlich können diese sein. intensiv. schön. auch schmerzhaft. erschreckend. neugierig machend. 

so reichhaltig!

was bedeutet das für unsere welt?

und wie möchten wir diese haben?

wie wünschst du dir unsere welt?

was für eine leistung, denke ich. von jedem baby, groß zu werden. von jeder frau, die dies möglich macht. von jedem menschen der dieses wunder wahrnimmt und es vielleicht segnet.

dass babies geboren werden, davon lebt die menschliche gesellschaft. dass hält sie am laufen. warum ist dann im unserer welt in vieler hinsicht kein platz für sie? für die babies, die kinder und eben auch ihre, werdenden, mütter? warum ist mutter-sein noch immer nicht bezahlt, nicht um es zu einem job zu machen, wohl aber um der mutter sicherheit zu geben und ruhe und die möglichkeit ganz für ihr(e) kind(er) da zu sein solange sie das möchte. und zwar schon während der schwangerschaft. und ich finde sogar, eltern, nicht nur mütter, sollten ein grundeinkommen haben von dem sie gut und entspannt leben können. 

warum scheint geburtshilfe weniger geburtshilfe sondern mehr geburtslenkung und -bestimmung durch andere als die gebärende  zu sein?

so erscheint es mir jedenfalls. und es macht mich nachdenklich.

und ganz ehrlich, ich verstehe nicht, wie so eine gesellschaft langfristig lebensfähig sein soll. wem sie attraktiv sein soll in ihr zu leben und sich einzubringen.

ich denke aber auch, dass wir in einer zeit des wandels leben und dass das bewusstsein dieser zusammenhänge immer mehr zunimmt.

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2 Gedanken zu „wir alle …

  1. Liebe Katharina, ein toller Artikel. Ich liebe es tiefgründig. 🙂 Vielen Dank für Deine Gedanken. Mir geht es wie Dir: Erst unser Sohn Emil hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und dafür bin ich ihm so dankbar. Er zeigt mir die Welt aus seiner Sicht. Es ist wundervoll. Ein Geschenk, dieses Menschlein austragen zu dürfen, er ist IN MIR gewachsen, was für eine großartige Sache alleine das schon ist. Und dann haben wir gemeinsam geschafft, dass er auf diese Welt kommt. Unser erstes gemeinsames Mammut-Projekt. Ich bin auch ganz bei dir, dass das erste Jahr ein super wichtiges ist. Es ist das Jahr, in dem das Urvertrauen jeden Kindes entwickelt wird. Entweder du hast dieses, oder eben nicht. Ich spreche aus Erfahrung. Bei mir lief es im ersten Jahr nicht ideal, und ich merke das deutlich. Mein Urvertrauen ist, sagen wir mal: gehemmt.

    Und was die Vergütung der Mutter / Eltern angeht, kann ich nur sagen: Es wird Zeit, dass die Millionen nicht mehr in den Ausbau der Kitas gesteckt werden, sondern zumindest ein Teil davon, an Mütter geht, die sich entschließen, bei ihren Kindern zu bleiben, bis sie „aus dem Gröbsten“ raus sind. Das ist mal eine Investition in unsere Zukunft. Aber irgendwie scheint das keiner zu verstehen! Wie Du weißt, setze ich mich auf meinem Blog für genau das Thema ein: Holen wir unsere Kinder wieder in den Schoß der Familie! Das ist so sehr wichtig. Das muss nach draußen. Das muss in die Welt. Das Wissen, was unsere Kinder wirklich brauchen! Wir brauchen mehr Mütter, die aufstehen und kämpfen. Für ihre Rechte als Mütter. Die sich nicht schämen, zu Hause bei den Kindern zu bleiben. DAS ist ein wirklich anspruchsvoller Job!

    Ich bin ganz bei Dir! Danke schön, Katharina!
    Deine Jenniffer

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    1. liebe jeniffer,
      wow. danke ich bin berührt von deinen zeilen und davon, dass du dich engagierst. sagst wo du stehst und was du glaubst und ich finde deine ansichten da echt sehr gut und richtig. gerade heute sah ich ein video von christina isabella salopek (kennst du sie? ) und sie sagte bewerten ist ganz wichtig. nicht urteilen oder verurteilen. aber bewerten, auch um sich selbst in der welt zu verorten. sie sagt auch, dass es dinge gibt die sie als r
      generell falsch oder richtig sieht. ich fand es jedenfalls sehr interessant.
      mein urvertrauen hat auch ziemlich was abgekriegt, ganz früh und auch später und ich freue mich sehr, dass du dich auch mit diesem thema beschäftigst. und um seine wichtigkeit weißt. danke.
      kennst du willi maurer, „der erste augenblick des lebens“ ? ich empfehle es dir sehr. er beschreibt da vieles sehr gut und es liest sich super, finde ich. sebastian und ich haben es während meiner schwangerschaft gemeinsam gelesen. willi maurer beschreibt, wie geburt sein sollte, er beschreibt so gut bonding/bindung, natürliche abläufe und stellt zusammenhänge her.
      ich hab deine andere nachricht noch nicht gesehen, sebastian sagte mir vorhin, dass du etwas geschrieben hast, ich glaube über fb? ich schaue morgen und melde mich.
      liebe grüße und ich finde es klasse was du machst. ich traue mir das an manchen punkten noch nicht, zu sagen was ich finde das andere ruhig tun könnten /sollten etc.
      und ja, das wissen muss raus, denn, auch wenn ich es mir nicht erklären kann, es scheint menschen, frauen zu geben, denen nicht klar ist, oder die nicht wahrhaben wollen, dass ein baby gut ohne babyzimmer und babybett leben kann aber nicht ohne kontakt und was eigentlich so ein kleines“erwartet“ wenn es geboren wird.
      sag mal, kennst du jean liedloff, „auf der suche nach dem verlorenen glück “ ?

      auch sehr gut bzgl tragen etc. es ist einfach ein bericht. kein erziehungsratgeber oder so. genau, der willi maurer erklärt so gut, dass der mensch ein tragling ist und warum er physiologisch eine frühgeburt ist etc. sebastian kann das auch super 😉
      so. nun muß ich mal schlafen.
      danke, alles gute. ich melde mich morgen.
      katharina

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