Unsere Wachstumsbeziehung – Grundlage 1: Die Verpflichtung

Wir sehen den bewussten Umgang mit dem, was wir als Beziehung, als Paarbeziehung bezeichnen, als wesentlich an. Dazu gehört, dass wir uns darüber verständigen, was wir miteinander anfangen wollen. Wie wir den Beziehungskörper pflegen und was wir, jeder für sich als auch wir gemeinsam für Vorstellungen haben, Ansätze und Einstellungen zur Beziehung. Eine der wesentlichen Haltungen in der Beziehung, ist für uns die Verpflichtung.

Für uns bedeutet es, miteinander in einer Paarbeziehung zu sein, dass wir uns miteinander entwickeln und dass wir zusammen den Weg gemeinsam beschreiten wollen. Dazu ist es wichtig, dass wir uns der eigenen, persönlichen Verantwortung für die Beziehung, die wir führen, bewusst sind. Im Klartext bedeutet es, dass ich zu 100% die Verantwortung für die Beziehung, die ich führe trage. Das bedeutet jedoch auch, dass der Partner ebenso 100% Verantwortung für die Beziehung trägt, die er führt. Nicht, jeder bringt sich irgendwie mit ein: nein voll und ganz. Entweder Beziehung oder eben nicht. Keine Kompromisse.

Und das ist mit der Verpflichtung gemeint. Ich entscheide mich frei für die Beziehung. Ich verdeutliche mir immer wieder von neuem, wenn es krieselt, wenn es Probleme gibt und wenn ich schon wieder meine Verantwortung von mir schiebe, dass ich diese Beziehung zu meiner Partnerin wirklich will. Ich will mit ihr zusammen sein. Nichts beliebiges, es geht um diesen Menschen hier, der bereit ist, mit mir den Weg zu gehen. Daher hat er nichts anderes verdient, als auch diese Bereitschaft von mir zu bekommen.

Also verpflichte ich mich der Beziehung. Damit wird auch von vorn herein die Entscheidungsfrage in vielen Situationen mir abgenommen. Ich habe mich bereits entschieden und brauche da nicht nochmal und nochmal alles in Frage zu stellen. Ich bin in einer Beziehung mit diesem wundervollen Menschen an meiner Seite. Wie toll. Danke sehr. Wie erleichternd und befreiend. Danke.

Und dabei ist es keine Einengung. Ganz im Gegenteil: diese Entscheidung wird und wurde in Freiheit getroffen. Ich bin frei. Innerhalb meiner Beziehung. Die Freiheit und die Freiwilligkeit sind ebenso wesentlich, wie die Entscheidung und die damit einhergehende Verpflichtung. Ich muss es so wollen und ich muss es auch tun. Es ist eine innere Haltung, um die es hier geht.

Diese spiegelt sich dann auf der Gefühlsebene wieder. Außerdem wirkt sie sich direkt auf das Miteinander aus. Es ist eine enorme Kraft in dieser gegenseitigen Entscheidung und Verpflichtung. Eine Energie steckt darin. Und dadurch, dass wir uns füreinander entschieden haben, stehen wir Seite an Seite. Das fühlt sich richtig gut an. Darin steckt das Ja! zueinander. Hier ist auch Klarheit und Aufrichtigkeit. Es ist ein Standpunkt.

Dies kann nicht eingefordert werden, es kann nicht eingeklagt werden. Es ist ein Angebot von jedem der beteiligten Partner. Es ist ein Geschenk, das auf Gegenseitigkeit beruht und in Freiheit gegeben wird. So können wir uns gegenseitig auch in schwierigen Situationen liebevoll an dieses gegenseitige Versprechen erinnern und uns einladen, miteinander den Weg weiter zu beschreiten.

In Achtung und Liebe, Demut und Dankbarkeit, in Verbundenheit und Nähe, nebeneinander, miteinander.

Diese Haltung kann und darf geübt werden. Durch ihr geben, bekommen wir so viel zurück. Es ist ein Wunder, eine Gnade und ein Geschenk.

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