geborgen im leben

ich möchte heute über etwas grundsätzlich wichtiges schreiben.
mir grundsätzlich wichtiges.
ich glaube auch für die ganze welt und ihre rettung wichtiges.

und nein, es geht nicht vordergründig um naturschutz, energiewende oder ähnliches.

es geht mir ums getragen werden. und vorher schon die geburt und schwangerschaft.
ich erkläre das gleich genauer.

ich möchte mit diesem artikel niemandem sagen, er mache etwas falsch. uns menschen wird, von anderen menschen, viel erzählt. und wir glauben viel, vor allem wenn wir es oft hören oder lesen.
mir geht es darum, zu berühren. dir mut zu machen, neues zu denken. zu probieren.
vor allem dir, liebe frau, mut zu machen deinem instinkt zu trauen.
im moment passt unsere gesellschaft nicht sehr gut zu babies. und kindern. aber sie lebt davon, dass welche geboren werden. also sollten sie, so finde ich, auch platz haben um sich ihren bedürfnissen gemäß entwickeln zu können.

glaube an dich. du weißt alles in dir. vor allem: vertraue deinem kind.

und lieber mann, vertraue dir, deiner frau, deinem kind und der liebe die so reichlich in unser aller herzen wohnt.

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unsere schwangerschaft, in der wir im mutterleib heranwachsen, gefolgt von unserer geburt und den ersten jahren die die prägenden sind, entscheiden darüber, wie wir die welt sehen. wie wir interagieren. wie hoch oder niedrig unsere soziale kompetenz ist. unsere emotionale intelligenz. unser interesse an anderen, ihrem ergehen, ihren wünschen.
wie hoch oder niedrig unsere anpassungsbereitschaft ist und ob wir dabei auch uns selbst im blick haben oder uns direkt leugnen um dazu zu gehören oder nur an uns denken.
wie genau wir wissen was wir wollen und ob wir glauben, dass wir wollen dürfen was wir wollen.
über unsere selbstsicherheit beim beschreiten des für uns persönlich richtigen weges und ob wir dies in selbstvertrauen tun und in harmonie mit unserer umwelt.

denn dies ist möglich. der mensch an sich ist ein soziales wesen. mit einer hohen sozialen kompetenz UND dem interesse aus sich heraus mit anderen zu interagieren, neues, größeres mit anderen zu leben und zu gestalten als er selbst allein jemals könnte.
mit dem interesse, ja dem natürlichen bedürfnis zu lieben.
und mit größer meine ich nicht materiell sondern inhaltlich. groß und reich an freude für viele.
an sich erfreut sich der mensch, vor allem ein artgerecht aufwachsender und lebender mensch, an schönheit und gönnt sie jedem. er weiß aus sich selbst heraus, dass es mehr als genug für alle gibt.
er, der mensch, weiß, dass konkurrenz ein märchen ist um ein absurdes wirtschaftssystem am laufen zu halten, dass keinem menschen wirklich dient.
die menschen dienen dem wirtschaftssystem und werden diesem zu entsprechen aufwachsen gelassen.
bzw.  gelassen werden viele kinder gar nicht mehr. ständig sollen sie irgendwohin und tun was ein erwachsener ihnen sagt jetzt zu tun. vertraut wird dem gros der kinder in unserer als zivilisiert gepriesenen westlichen hemisphäre selten.
weiß dein chef besser als du, was du brauchst um zu wachsen und dich entwickeln zu können?
glaubst du wirklich, ein lehrer kann besser als dein kind wissen was es gerade lernen möchte und somit auch kann? denn zum lernen brauchen wir begeisterung.
von geburt an also wird unser leben daran ausgerichtet und orientiert, dass es möglichst leicht und einfach zum wirtschaftssystem und gängigen arbeitsmodellen passt.
jetzt frage dich bitte einmal, möchtest du von anderen unter diesem fokus gesehen werden? mit dieser vorgabe geformt, beeinflusst und bewertet werden? was würdest du dir von deinen richtig guten freunden wünschen?
wie ging es dir als kind? hast du dich gesehen und angenommen gefühlt? wurden deine bedürfnisse ganz einfach erfüllt und konntest du dich darauf konzentrieren die welt zu erfahren die dich umgibt?

unsere kinder kommen als unsere freunde auf die welt und zu uns. sie lieben uns, und können gar nicht anders.
sie sind unvoreingenommenen, sie sind bereit uns alles zu glauben. sie wollen einfach nur zu ihrem volk gehören. sie nehmen dich ernst und begegnen dir auf augenhöhe. sie sind rein.
sie kommen und geben sich ganz. uns.

und dann? werden sie, die babies die da voller vertrauen und mit dem großen wunsch zu lieben geboren werden,  für mich jedenfalls so unglaublich viele viele, allein gelassen. in einzelbetten gelegt, sogar in andere räume. manche werden schreien gelassen, manche werden nicht gestillt obwohl es der mutter möglich wäre. viele werden nicht ernst genommen. bei vielen wird nicht hingehört, was sie sagen und brauchen.
viele eltern fühlen sich bedroht, ob bewußt oder diffizil und unterbewusst.
aus diesem gefühl heraus und oft aufgrund selbst erfahrenen mangels
möchten sie ihren babies beibringen später hunger zu haben, zu schlafen wenn sie nicht müde sind oder allein bleiben zu sollen.
sag mal, glaubst du wirklich, es ist natürlich,  gesund und fühlt sich gut an,  nach 9 monaten innigster verbundenheit in denen du dich entwickelt hast und gewachsen bist IN einem anderem menschen, bis du bereit bist den platz zu wechseln und geboren zu werden, von
deiner mutter getrennt zu sein? bzw von deinen eltern?
denn die geburt, ist erstmal ein platz wechseln, so wie es eigentlich gedacht ist von der natur. vom inneren der mutter auf ihren körper.

wir sind traglinge und wir sind säugetiere. so ist es nun mal.

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der mensch, die wissenschaft weiß doch so gut und kann so gut beschreiben, was tiere tun, wie es ihnen geht, wenn sie nicht artgerecht leben gelassen werden und/oder in stress geraten.

und ist der mensch wirklich so kurzsichtig seinen hochgelobten menschenverstand aussetzen zu lassen, wenn es um ihn selbst geht?
sehen wir denn nicht, dass wir an vielen stellen nicht artgerecht leben?
wissen wir denn nicht längst, dass der gute und entspannte start ins leben und ein respektvolles miteinander die basis, DAS  fundament bilden, auf dem die welt steht, unsere welt?
dass jeder mensch es braucht, gesehen zu werden, sein zu dürfen, begrüßt zu werden in seinem sein und dazuzugehören? seine fähigkeiten,  sich selbst einbringen zu dürfen?

dies große entfremdung von uns selbst und dem leben wäre nicht möglich, würden wir artgerecht und voller urvertrauen aufwachsen.
schwangere die sich sicher und geachtet fühlen. zeit und raum haben sich in ihr weibliches sein fallen zu lassen und versorgt zu sein.
natürlich geboren in einem – allen beteiligten –  geborgenheit schenkenden umfeld. voller vertrauen in die genialität der natur die weiß wie gebären geht.
willkommen geheißen voller achtung und respekt. in ruhe ankommen zu dürfen, gehalten von den armen der eigenen mutter und weiter in inniger verbundenheit zu wachsen.
nie allein zu sein, getragen zu werden, im familienbett zu schlafen, gestillt zu werden so oft und so lange wie wir es als baby möchten, was in diesem alter heißt: existentiell brauchen.

von anfang an vertrauen entgegen gebracht zu bekommen.
vertrauen auch in unsere bedürfnisse.
weiter zu vertrauen.
vertrauen ist, so bin ich überzeugt, unser natürlicher seins-zustand. voller vertrauen entwickeln wir uns im mutterleib. wachsen heran bis zu dem zeitpunkt an dem wir sagen:

jetzt. jetzt soll es losgehen.
das passiert sozusagen vollautomatisch. ich glaube es ist kein bewusstes tun des ungeborenen kindes. wohl aber „etwas“ das von der natur erdacht ist und erspürt, wann genau dieses kind bereit ist geboren zu werden. jedenfalls wissen wir, vom kind geht das signal aus, dass die hormone die die geburt in gang setzen, freigesetzt werden.

dies natürlich nur, wenn nicht vorher in den natürlichen ablauf eingegriffen wird UND (dieses „und“ ist glaube ich sehr wichtig)
die angehende mutter sich in einer situation befindet in der sie sich, auch auf der unbewussten ebene, sicher und geborgen genug fühlt um ganz loslassen zu können, sich fallen zu lassen ins fühlen.
um entspannt zu SEIN und sich so öffnen zu können bzw es sich zu erlauben, dass sich der körper öffnet und etwas ganz natürliches und gleichzeitig für die jeweilige frau ganz und gar nicht alltägliches geschieht. denn dieses ganz loslassen ist nötig, gehört zum entspannten gebären wie auch zum entspannt-in-die-welt-kommen.
jede frau aber, das ist meine tiefe überzeugung, trägt in sich das wissen wie geburt geht und die kraft dafür und den glauben an sich selbst.
wenn vielleicht auch unter gebirgen von ängsten, schmerzen … verborgen. wenn dies so ist, aber auch weil sie ebenfalls schon unnatürlich geboren wurde.
so geht es hier um einen seit langem laufenden kreislauf.

und diesen können wir verändern.

es ist möglich, als frau dieses wissen in sich wieder zu finden und sich darin bestärkt zu finden, sich als frau und auch als mutter kompetent zu fühlen. und stark. wir sind soooo stark!
dieses wissen in uns und uns als frauen zu stärken und unser vertrauen in unsere fähigkeiten und unseren körper, das ist eine sehr wichtige aufgabe unserer zeit. eine aufgabe für alle die mit schwangeren und gebärenden zu tun haben und in der geburtsHILFE arbeiten. aber auch für alle anderen menschen.

alles liebe für dich und herzensgrüße an dich, katharina

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