Von der Unvereinbarkeit von Wünschen?

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Folge ich meinem Herzensweg, ist dieser dann auch wirklich mit dem von anderen vereinbar? Also ist das dann nichts egoistisches oder geht es dann nicht auf Kosten von anderen, gerade in der Familie?

Solche Bedenken kenne ich und immer wieder schlichen und schleichen sie sich ein, um mir zu helfen, zu wachsen und klarer zu sein. Mehr und mehr zu mir zu kommen und genau meinem Weg mehr zu vertrauen und ihn zu beschreiten.

Welche Hindernisse auch aus mir heraus kommen. Sie sind eben nicht dazu gedacht, mich zu behindern und von meinem Weg abzubringen, sondern sie haben alle eine Bestimmung gerade im Sinn meines Weges. Sie wegzudrücken oder ihnen ablehnend zu begegnen macht interessanterweise genau das, was ich erfahren habe und wovor ich solche Angst habe: sie behindern mich.
Also im Grunde behindere ich mich, weil ich mich entschieden habe, auf einen Teil meiner Kraft zu verzichten, ihn wegzudrücken. Das bindet Energie und kostet Zeit und Kraft.

In dem ich meine mich behindernden Zweifel wahr- und annehme, bekommen sie alle auf einmal die Chance, neu von mir bewertet zu werden. Und in dieser neuen Deutung kommt auf einmal ihre wahre Natur zum Vorschein. Ich fühle, wie die einzelnen Aspekte und Momente meines Lebens in dieser Sekunde, in der ich Sie nicht ablehne, sondern als sinnvoll ansehe, an einen nur ihnen eigenen Platz in meinem Lebensbild schlüpfen. Von dort aus tragen sie ihre Energie, ihre nur ihnen eigene Qualität bei, so dass ich heiler und mehr ich, reiner, ja “ganzer” werde.

child-355176__180Doch wie oft verliere ich mich aus den Augen, wenn die Wünsche der Familie sich stapeln und ich ja auch noch Vorstellungen habe, wie ich dem Bilde eines guten Vaters zu entsprechen hätte?

Ja, genau dann ist es angebracht, die Situation zu entschleunigen. Ich kriegte es oft nicht mit, wie ich innerlich immer angestrengter war und es mir zu turbulent zuging – ich einfach nicht bei mir war. Doch wenn dann der Druck so groß ist, dass ich im Außen die Gründe für mein Verhalten suche und die Kinder anblaffe oder mich mit der Frau streite, um Druck abzulassen, dann bin ich in großer Not. Dann habe ich nicht gut für mich gesorgt. Und wenn ich nicht gut für mich sorge, wie kann ich dann gut für andere sorgen?

Der Stress um mich herum spiegelt nur meinen inneren Stress wieder. Also wende ich mich in erster Linie mir hin. Bin zart und liebevoll mit mir. Denn nur dann kann ich auch gut mit meiner Umwelt agieren, statt nur zu reagieren.

Und dann gibt es eben Eis auf dem Spielplatz.

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