3 wesentliche Grundlagen unserer Beziehung

Die Entwicklungs- oder Wachstumsbeziehung praktisch erfahren

Laut Rüdiger Schache können Beziehungen in zwei Typen eingeteilt werden: die Wohlfühlbeziehung und die Entwicklungsbeziehung, oder auch Wachstumsbeziehung.

Zu Beginn unserer Beziehung hatten wir eine enorme Nähe miteinander geteilt, wie wir sie beide in unseren früheren Beziehungen nicht kannten. Dennoch war uns relativ bald klar, dass wir uns in einer Wachstumsbeziehung befanden und befinden. Wir haben uns bewusst dazu entschlossen. Dies erleichtert es, gemeinsam durch die Turbulenzen zu gehen.

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Nicht nur unser Ja! zu unserer Wachstumsbeziehung hilft uns, voll Freude und Neugierde den Weg gemeinsam zu beschreiten, sondern auch noch drei Werkzeuge, die für uns unsere Grundlage des gemeinsamen Miteinanders darstellen.

Diese sind:

  1. Die bewusste Entscheidung füreinander – unsere Verpflichtung, 100% Verantwortung für die Beziehung. Wir wollen uns.

    Durch die bewusste Entscheidung haben wir ein gemeinsames Ziel. Wir wissen, wohin wir wollen. Außerdem gibt es etwas völlig abgefahrenes: die Verpflichtung für die Beziehung hört nicht bei 100% auf. Genauso wie die Verantwortung: anscheinend gilt für eine Beziehung 100% aufgeteilt ist gleich zwei mal 50% – ja? Wirklich? Mathematisch schon, doch nicht in der Welt der Gefühle. Und so ist es eben wichtig innerlich zu spüren: Ich habe die Verantwortung für meine Beziehung. Und zwar komplett. Ich kann und will sie nicht auf meinen Partner abschieben. Und so kann ich mich der Sache an sich auch mehr als nur verschreiben – rein. Und das mehr als 100%. Und es geht. Das ist so geil.

  2. Unsere bewusste Ebenbürtigkeit – wir sind einander gleichwürdig, (gleichwertig)

    Kommen Streit und Uneinigkeiten auf, kann es direkt sein, dass sich einer der Partner in das kleine Kind zurück zieht, um ohnmächtig zu dem anderen hoch zu schauen. Oder aber auch das trotzige Kind, das sich dann erhebt und von oben schaut. Oder auch die Einstellung: geht mich alles nichts an ist für ein Gefälle sehr gerne genommen. Wie auch immer: ein Gefälle in der Beziehung bringt meiner Erfahrung nach Probleme mit sich, ist selbst schon ein Problem. Daher: Augenhöhe! Du und ich, wir sind auf Augenhöhe. Ebenbürtig. Dir geht es nicht gut? Dann ist das auch mein Schmerz. Du hast ein Problem? Es ist auch meins. Ich bin für dich da. Wir begegnen einander. Auf gleicher Ebene.
    Und dies ist nicht nur wichtig in der Paarbeziehung. Es ist auch so wichtig in der Eltern-Kind-Beziehung. Auch hier ist eine Begegnung auf Augenhöhe meiner Erfahrung nach elementar, um wirklich Beziehung zu leben.

  3. Und unser Wissen darum, dass unser Gegenüber unser Spiegel ist. Was er in uns trifft und auslöst, hat wenig mit ihm selbst zu tun, sondern es sind Schmerzpunkte, die wir schon in uns tragen.

    Wenn mein Gegenüber in mir unangenehme Gefühle auslöst durch sein Tun und Sein, dann kann ich mir bewusst sein, dass ich dies gerade brauche – um wach zu werden. Es ist ein liebevolles Anstupsen. Ein drücken der Schmerzpunkte, ein Antriggern alter Emotionen, die ich in mir abgelehnt und nicht aufgeräumt habe. Im Grunde liebevoll werde ich auf diese innere Unordnung bei mir hingewiesen. Also darf ich danke sagen und aufräumen.
    So ist aber nicht nur das etwas, was ich brauche, alles um mich herum und je näher, desto deutlicher, ist mir ein Spiegel meiner inneren Überzeugungen, Verurteilungen und Bewertungen. Ja ein Zeichen meiner inneren Unfreiheit, meines inneren Unfriedens – mit mir selbst.
    Ich darf dies alles zu mir zurück nehmen. Es annehmen, ihm ein Ja! geben, es lieben und so in die Macht (statt Ohnmacht) in die Selbstverantwortung gehen. Frei sein. Nehme ich die Sachen, die mich aufregen und stören an – in dem Wissen, es ist meins, dann kann ich mich neu entscheiden, dann lassen sie sich wandeln und dann bin ich frei. Sehr sehr geil. Auch wenns manchmal echt weh tut. 😉

Genaueres zu den einzelnen Punkten wollen wir in entsprechenden Themen-Videos tiefer ausführen – und entsprechenden Beiträgen.

Alles Liebe! ❤

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