Hin und Her

 

Bin ich doch heute glatt wieder ausgestiegen. Mir tut alles weh. Mein Herz, mein Rücken, mein linker Arm. Bin heute im Laufe des Vormittags in den „gerechten Zorn“ abgebogen und nehme seit dem übel.
Ich kann nicht einmal genau sagen, was der Auslöser war und worum es geht. Daher versuche ich eine Verarbeitung dessen, was geschehen ist, indem ich wieder darüber schreibe:
Ich habe fast den Eindruck, es hat etwas mit dem Kurs in Wundern zu tun, den ich gerade absolviere. Tageslektion heuer lautet: „In Gott ist keine Grausamkeit und keine ist in mir.“ Der Hintergrund ist dergestalt, dass wir dem Götzen Angst mit jedem Angriff dienen. Also annehmen, was ist und weder Grausamkeit in Form eines eigenen Angriffs ausüben, noch Angriff, Angst und Grausamkeit woanders sehen. Da knallt bei mir direkt sowas rein, wie „Sag mir nicht, was ich tun soll!“ Ist aber Quatsch. Denn damit huldige ich direkt einem anderen gleichen Götzen. Doch ist mein mir selbst gegebenes Versprechen, dass ich die Macht der Liebe anbete und keine anderen Götter neben ihr sehe.
Die Entscheidung steht. Ich mache doch diesen ganzen Kram heute nur, um wieder mal recht zu haben und um zu leiden. Ich spiele hier das arme Opfer, um mir etwas zu ergattern, was im Grunde mir zusteht, jedoch iwi mir anscheinend, also öffentlichen vorenthalten wird. Da muss ich ja leiden.
Am Ende leide ich um des Leidens Willen – und ja, wenn dem mal wieder so ist, dann darf auch das sein.
Alle alten Glaubensmuster durchgegangen? Allem soweit nachgespürt?
Manchmal bin ich echt ungeduldig mit mir. Und manchmal bin ich echt sauer mit mir. Und manchmal will ich mich wirklich und wahrhaftig anders haben, als ich bin, weil ich mich echt anstrengend erlebe.
Im Moment gibt es wohl nichts weiter, was mich jetzt noch an mir nervt.
Bin emotional mit der Freundin verbunden, die wundervoll neben mir in meinem Arm eingeschlafen ist und auch dem Baby fühle ich mich verbunden. Ich fühle die Liebe zu den Kindern in der Ferne – und ich genieße die helle Nacht und den vollen Mond.
Das Leben hat mich wieder und ich bin berührt, erfüllt und dankbar.
Ich freue mich so auf den neuen Tag.
Gute Nacht!
Sebastian

 

Ergänzung:

Kaum, dass ich diesen Artikel fertig hatte, passierte mir mal wieder ein kleines inneres Wunder. Es fühlt sich zumindest immer für mich so an, wenn sich in mir alte starre Strukturen öffnen und lösen und Platz für Neues schaffen.

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